Teamtreffen im Shopfloor Management

Teamtreffen im Shopfloor Management

Die täglichen Teamtreffen in den Bereichen eines Unternehmens sind ein wichtiger Eckpfeiler des Shopfloor Managements. Hier findet die grundlegende Arbeit der Teams statt. Veränderungen nehmen hier ihren Anfang. Jedoch unterscheidet sich das Teamtreffen im Shopfloor Management von dem des „2-Second-Lean“ Ansatzes.

Wie das Teamtreffen im Shopfloor Management konzipiert ist und wie es sich von Paul Akers „2-Second-Lean“ Methode unterscheidet, zeige ich Dir in diesem Artikel.

 

3 Aspekte des Teamtreffen im Shopfloor Management

Neben der KPI-Tafel und dem Coaching, nimmt das tägliche Treffen der Bereich-Teams eine wichtige Stellung ein. Hier finden sich die Mitglieder der jeweiligen Bereiche zusammen, um über die Lage in ihren Bereichen zu sprechen.

Sie nutzen dafür die KPI-Tafel, auf denen sie tagesaktuelle Daten zu den Themen Sicherheit (S), Qualität (Q), Liefertreue (D für Delivery) und Kosten (C für Cost) zusammentragen. Sie diskutieren über Zielabweichungen und versuche diese abzustellen.

Hierbei tritt der Teamleiter als Coach auf, der die Teammitglieder dabei anleitet, die Probleme selbstständig zu erkennen, zu analysieren und schlussendlich auch abzustellen. Gewissermaßen wie der Box-Coach des Titelbildes.

 

Ablauf des morgendlichen Meetings

Die Mitarbeiter eines Arbeitsbereiches treffen sich jeden Tag, um über den Stand der Dinge zu sprechen. Üblicherweise moderiert der Teamleiter, also die direkte Führungskraft, die Meetings.

Er führt das Team durch die Tageswerte aller Zielkategorieen (SQDC) und zeigt auf, ob es unerwünschte Zielabweichungen gibt. Diese werden von den Mitgliedern besprochen und ggf. Sofortmaßnahmen definiert. Liegt die Ursache nicht auf der Hand, können einzelne Mitarbeiter die ermittelten Daten analysieren. Dies geschieht jedoch nicht während des Treffens, da dafür zuwenig Zeit zur Verfügung steht.

Das Team kontrolliert die bereits eingeleiteten Maßnahmen vorheriger Abweichungen und achtet auf die erfolgreiche Umsetzung noch offener Aktivitäten. Abgeschlossene Aktionen werden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Wichtig ist, dass das Team absolute Transparenz über den aktuellen Stand der Dinge in ihrem bereich haben. Nur so können alle Problemursachen attackiert werden.

Themen, die nicht innerhalb des Team abgestellt werden können, z.B. weil sie sich auf die Schnittstelle zu anderen Abteilungen beziehen, werden in die nächst höhere Unternehmensebene „kaskadiert“.

 

 

Der Unterschied zu „2-Second-Lean“

Paul Akers „2-Second-Lean“ Konzept vereinfacht die Anwendung von Lean, indem es sich auf die individuelle Verbesserung des eigenen Arbeitsplatzes konzentriert. Das Motto dazu lautet „Fix what bugs you“, also in etwa „Verändere was dich nervt“. So soll jeder Mitarbeiter täglich eine Verbesserung seiner Prozesse um zwei Sekunden erzielen.

Der Kern dieses Konzepts liegt jedoch im Morgen-Meeting. Hier treffen sich alle Mitarbeiter des Unternehmens an einem Ort und besprechen die aktuelle Lage, Schwierigkeiten, Verbesserungen und viele andere Dinge. Durch dieses Treffen wird die Transparenz im Unternehmen gewährleistet und die Mitarbeiter motiviert, weiterhin individuelle Verbesserungen vorzunehmen. Tatsächlich ist dies ein sehr erfolgreiches Konzept!

Im Shopfloor Management kommen die Mitarbeiter ebenfalls täglich zusammen und sprechen über den Stand der Dinge. Die Mitarbeiter sind aber in Teams organisiert (ideal 6-8 Personen, inkl Teamleiter), die sich um ihren Arbeitsbereich kümmern. Dazu verwenden sie sogenannte KPI-Tafeln, die ihre Ziele, deren Erreichungsgrad darstellen, Abweichungsanalysen und Korrekturmaßnahmen darstellen. Diese Tafeln gibt es so bei „2-Second-Lean“ nicht.

Da es, für größere Unternehmen, kaum möglich ist, alle Mitarbeiter an einem Ort zu versammeln und trotzdem ein produktives Meeting durchzuführen, bietet sich hier das Shopfloor Management an. Jedoch wird pro Team ein geschulter Teamleiter/Moderator benötigt.

 

Die Vorteile von „2-Second Lean“ im Teamtreffen nutzen

Du kannst Deine Teamtreffen stärken, indem Du den Teammitgliedern einen Raum schaffst, den sie nutzen können, um ihre Verbesserungen vorzustellen. Idealerweise werden auch Verbesserungen anderer Teams gezeigt. Dies steigert die Motivation selbst Verbesserungen durchzuführen enorm.

Außerdem solltest Du die Teams dazu bringen, viele kleine Ideen zu generieren, die sie auch selbst umsetzen. Nach der Umsetzung filmst Du den Mitarbeiter, wie er die Verbesserung präsentiert und zeigst diesen Film bei den Teamtreffen.

 

Video zum Artikel

Dieses Thema habe ich auch im GEMBAnized YouTube-Kanal behandelt. Mich würde ein „Daumen hoch“ und ein Abo bei YouTube sehr freuen! Klick einfach auf das Bild oder auf diesen Link: https://www.youtube.com/watch?v=_Sqdg_7n-vo

Teamtreffen im Shopfloor Management

 

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