Was ist Shopfloor Management

Was ist Shopfloor Management

Shopfloor Management ist eines der mächtigsten Methoden von Lean Production. Du wirst damit sehr fokussiert Deine Probleme angehen können. Aber zuerst stellt sich doch die Frage: Was ist Shopfloor Management überhaupt? Wenn Du die Antwort wissen möchtest, dann ließ einfach weiter!

Shopfloor Management ist vor allem eine Regelkommunikation, bei der der Status eines Bereichs völlig transparent dargestellt wird. Die Transparenz zeigt die Schwachstellen des Prozesses klar auf und lenkt damit den Fokus des Teams auf diese. Und so können sich alle im Prozess tätigen Mitarbeiter an der Analyse und Bearbeitung der Probleme beteiligen.

Damit dies gut funktioniert, gibt es drei Komponenten, die ein gutes Shopfloor Management ausmachen: die KPI-Tafel, das Teamtreffen und das Coaching

Die KPI-Tafel

Bei der Beantwortung von „Was ist Shopfloor Management?“, spielt die KPI Tafel eine wichtige Rolle. Hier entsteht die völlige Transparenz eines Bereichs, indem die üblichen Kennzahlen-Kategorien SQDC (Sicherheit, Qualität, Liefertreue, Kosten) dargestellt werden. Täglich werden die entsprechenden Kennzahlen aufgetragen und diskutiert. Dabei sollte eine gute KPI-Tafel über vier Stufen der Kennzahlen-Präsentation verfügen: Monatswerte, Tageswerte, Analyse und Aktionen

Die Monatswerte zeigen die Entwicklung über die vergangenen Monate und bilden damit einen Langzeittrend. Tageswerte sind besonders wichtig, da sie den aktuellen Stand der Dinge widerspiegeln. Zielabweichungen sind hier sofort sichtbar und ziehen damit auch sofortige Analysen und Maßnahmen nach sich. Deshalb liegt der Hauptaugenmerk auf den täglichen Daten. Abweichungen (egal ob lang- oder kurzfristige) führen immer zu einer Analyse, um die Ursachen zu ermitteln. Anschließend werden die vom Team festgelegten Aktionen dokumentiert.

Das Teamtreffen

Das tägliche Teamtreffen ist die zentrale Komponente, denn hier entsteht der wirkliche Nutzen dieser Methode. Jeden Tag kommen die Mitarbeiter eines Bereichs zusammen und sprechen über den vergangenen Tag. Vor allem dort wo es Schwierigkeiten gab, die zu Zielabweichungen führten, investiert das Team die meiste Aufmerksamkeit und analysiert die Situation.

Das Team versucht die möglichen Ursachen zu ermitteln und definiert Aktionen, die zur Bereinigung der Situation führen sollen. Aber das Team begutachtet auch vorangegangene Aktionen auf ihre Wirksamkeit. Gegebenenfalls werden weitere Maßnahmen festgelegt. Oder das Team beschließt, das Thema in die nächste Unternehmensebene zu kaskadieren.

Damit erhalten die Mitarbeiter viel mehr Verantwortung, als bei einer Problembearbeitung nur durch die Führungskräfte. Sie sollen sich selbstständig über Ursachen und Abstellmaßnahmen Gedanken machen und somit mehr und mehr über den Prozess und Problemlösungstechniken lernen. Und sich somit auch die Frage „Was ist Shopfloor Management“ erarbeiten.

Coaching

Die dritte Komponente stellt sicher, dass diese Kultur der Problemerkennung und -behebung nachhaltig wird. Dabei agieren die Führungskräfte als Coaches (oder auch gerne Mentoren genannt) und leiten die Mitarbeiter an, den Problemen auf den Grund zu gehen. Wichtig hierbei ist, dass die Mentoren lediglich Orientierungshilfen geben sollen, sodass ihre Mitarbeiter (in diesem Fall auch Mentees genannt) selbst die erkannten Probleme lösen. Sie sollen nicht aktiv die Richtung vorgeben und gegebenenfalls auch sehenden Auges in einer Sackgasse enden.

Wichtig ist die Ausbildung der Mitarbeiter zu sogenannten Problemjäger! Und dies beinhaltet nun mal auch das sie Fehler machen müssen. Denn ohne Fehler, kein lernen!

Was ist Shopfloor Management?

Wie ich schon schrieb, ist es primär eine Regelkommunikation, aber es ist auch viel mehr als das, wie die drei Komponenten aufzeigen. Vor allem ist Shopfloor Management (oder auch SFM) eine Methode, um den Fokus aller Mitarbeiter auf die akuten Probleme zu lenken. Sollten diese auf der produktiven Ebene nicht zu lösen sein, besteht die Möglichkeit, die Abweichungen auf die nächsten Ebenen zu kaskadieren.

Wie immer gilt, dass ein gut funktionierendes Shopfloor Management nicht von heut auf morgen auf die Beine zu stellen ist. Aber warum nicht einfach klein anfangen? In einem Pilotbereich oder einer Pilotabteilung? Die Erfahrungen, die Du dort machst, kannst Du dann prima in alle anderen Bereiche einfließen lassen.

Gerne kannst Du Dir noch mein Video zu diesem Thema anschauen (einfach aufs Bild klicken). Dort bin ich noch ein wenig genauer auf SFM eingegangen. Wenn Dir das Video gefällt, dann gib ihm einen „Daumen hoch“ und schreib mir Deine Kommentare dazu unter das Video.

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